Ich habe Lust etwas melancholisches zu schreiben, etwas das traurig macht, etwas das einem eine Träne in den Augenwinkel zwingt wenn man es liest. Ich kann aber nicht, wie soll man so etwas schreiben können, wenn man so glücklich ist wie ich? Es ist mir egal, ob das auch noch andere Menschen von sich behaupten, denn ich weiß, dass ich recht habe, wenn ich sage, dass ich allein der glücklichste Mensch auf der Welt bin. Und das obwohl ich einen Sonnenbrand habe, dermich Nachts in den Wahnsinn treibt. Das hat den Vorteil, dass ich länger wach bin, und länger an mein Engelchen denken kann, bevor ich einschlafe um von meinem Engelchen zu träumen.

Das Wochenende war super, es war zwar viel zu warm für mich, aber der Rest hat sich wohl gefühlt, und mehr will ich nicht. Wenn alle anderen Glücklich sind, dann kann ich es auch sein, ich kann mri ja immer ein Stück Schatten suchen. Der See war kalt wie Eis, aber wie soll ich frieren können, wenn Angelito da ist? Siehst du, es geht nicht.

Abends haben wir beide die gleiche Sternschnuppe gesehen und uns etwas gewünscht. Ich habe ihr nach meinem Wunsch einfach einen Kuss auf die Backe gegeben, ich hatte das Gefühl, dass das sein muss, damit mein Wunsch in Erfüllung gehen kann. Keine Ahnung ob das Verrückt war, oder ob das einen Sinn hatte. Ich weiß es nicht.  

Sonntag Abend habe ich dann endlich vor meinem Engelchen gekniet. Ich bin vor ihr auf die Knie gefallen, und alle haben zugesehen, jeder hat es gesehen, niemand hat etwas gesagt. Schweigen. Gespanntes Warten. Es hat bestimmt eine halbe Minute gedauert, bis ich es endlich geschafft habe. Die Abzeichen hingen wo sie hingehörten, ich gebe ihr die Hand und die letzten drei Monate und 27 Tage rasen wie ein Film vor meinem geistigen Auge vorbei. Mir wird warm und kalt, und ich denke überhaupt nicht mehr. Ich bin einfach nur glücklich, ihre Hand zu halten. Und dann stehe ich wieder in der Reihe, neben den anderen, lächele sie an, sie lächelt zurück und alles ist vorbei. Es ist geschafft. Ein Radler zum Abschluss, gute Nacht sagen, und ab in den Schlafsack.

Noch zwei Tage, zwei Stunden und fünfzehn Minuten und wir kennen uns ein drittel Jahr. Vier Monate, und ich habe mit ihr mehr erlebt, als mit so manch einem, den ich schon beinahe mein Leben lang kenne. Die Zeit war so kostbar, ist kostbar und wird immer kostbar bleiben. Ich habe das erste mal ein Stück von mir selber abgegeben, Und es ist gut so.

 

Das Leben ist schön!!! So schön, wie es eigentlich gar nicht sein kann, so schön wie man es nicht träumen kann, so schön wie es nur in wahrheit sein kann.

13.5.08 16:15

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